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6 Tipps zum Angeln mit Crankbaits

  1. Sprengring / kein Sprengring

Ein zusätzlicher Sprengring vermindert seine Laufeigenschaft, erhöht die Gefahr des Verdrehens bei schneller Köderführung und als zusätzliches Bauteil birgt dieser eine weitere Fehlerquelle.

Da ich meine Köder gerne schnell wechsele, verwende ich immer einen Snap.
Ein Snap gibt jedem Crankbait mehr als genug Spielraum. Für mich ist das ganz einfach die praktischere Lösung.

  1. Burning/Bottomtapping

Im Sommer und Herbst einen Gang höherschalten in flachen Uferbereichen, ist oft erfolgreicher als normales Einholen. Wenn der Crankbait dann noch ab und zu auf den Boden rums, können wir so einen aggressiven Beißreflex auslösen, den so genannten Reactionbait (Reaktionsanbiss). Sprich der Barsch beißt nicht weil er Hunger hat, sondern er will den Störenfried aus seinem Revier verbeißen. Es handelt sich meist um eine Kurzschlussreaktion, die vor allem bei größeren Barschen greift. Oft schwimmen die Barsche einem bis fast vor die Füße, völlig fixiert auf den Köder. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und nicht zu früh den Köder aus dem Wasser heben.

  1. Schnur

Schnur und Tauchtiefe

Bei der Schnurfrage scheiden sich meist die Geister, alle haben ihre Vor- und Nachteile. Fischen wir im Frühjahr oder Spätherbst eine Etage tiefer, ist eine Kombination aus geflochtener Schnur und weicher Rute zu empfehlen. So können wir schneller das Auftreffen auf dem Gewässergrund verflogen, als das mit einer dehnungsreichen, monofilen Schnur der Fall wäre. Jedoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass geflochtene Schnüre einen auftreibenden Charakter besitzen. Sprich, die geflochtene Schnur beeinflusst die Lauftiefe des Crankbaits. Anzuraten wäre dann eine Schnur so dünn wie möglich zu wählen. Selbiges gilt auch für dickere monofile Schnüre. Sinkende Schnüre, wie Fluorocarbon beeinflussen unser Vorhaben und helfen uns den Crankbait schneller auf Tiefe zu bringen und ihn dort länger zu halten.

  1. Rute

Angeln mit Crankbaits zählt zum Angeln mit Ködern, die beim Einholen ordentlich Gegendruck erzeugen. Würden wir mit einer zu harten Rute fischen, erhöhen wir mit dieser den Druck auf den Köder. Das Ende vom Lied, der Köder/Crankbait läuft nicht mehr wie er soll, legt sich beim Einholen auf die Seite oder taumelt nur noch wie ein Brummkreisel an der Schnur.

Die meisten Profis in Amerika fischen mittlerweile wieder weiche Glasfaserruten, wenn die Köder wie Crankbait, Spinnerbait oder Chatterbaits ordentlich Druck unter Wasser erzeugen. Ganz nach dem Motto, ein Köder der nicht vernünftig läuft, fängt keine Fische.

  1. Rolle

Crankbait Rolle

Wenn du viel mit Crankbaits angeln möchtest, empfiehlt es sich, vor allem bei größeren Modellen und/oder mit breiter Tauchschaufel eine robustere Baitcaster zu verwenden. Der bullige Körper und die große Tauchlippe sorgen für einen enormen Druck auf die Achse der Rolle. Die starke Vibration schüttelt die Tackle ordentlich durch. Baitcaster mit einer niedrigen Übersetzung besitzen ein stabileres Getriebe als Baitcaster mit einer hohen Übersetzung.

  1. Tieferlegen

Manchmal fehlen nur wenige Zentimeter um an die Hotspots Unterwasser zu gelangen. Oder die Crankbaits in der Box sind nur für ein flaches Fischen ausgelegt. Da reichen meistens schon kleine Einhängewichte aus Tungsten, die man in den vorderen Sprengring einclipt, um die Crankbaits so auf die gewünschte Tiefe zu bringen.

Man sollte natürlich vorher ausprobieren welche Gewichte sich für eure Crankbaits eignen.