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6 Tipps zum Angeln auf Barsch

2. Allgemeine Tipps zu den Angelplätzen
Strukturen bringen Fisch

Barsche lieben Strukturen. Unterwasserplateaus, Krautfelder (Seerosen) und Totholz, Buhnen oder Steinschüttungen am Fluss, Spundwände an Kanälen und Häfen ziehen die gestreiften Räuber magisch an. Um Erhebungen und Kanten vom Kajak, Boot oder Bellyboot aus zu finden, ist ein Echolot sehr hilfreich. Angelt man zum ersten Mal in einem Gewässer, sollte man sich wenn möglich unbedingt eine Tiefenkarte besorgen. Diese bekommt man meist beim ortsansässigen Angelverein oder lokalen Angelhändlern angeboten. Wenn nicht heißt es sich durch zu angeln und die Spots auszuloten.

2. Welches Gerät?
Ich mache es abhängig von dem Köder mit dem ich fischen möchte. Eine weiche Rute (slow action) für alle Köder die Unterwasser Druck machen (Spinnerbaits, Chatterbaits oder Crankbaits), mittelweiche Ruten (regular fast & medium action) für Minnows oder Jerkbaits. Für das Angeln mit Gummiködern verwende ich ausschließlich straffe Ruten (fast oder extra fast). Das Wurfgewicht der Rute ist wiederum abhängig vom Gewicht des Köders oder des Rigs (Montage). Die Längen variieren zwischen 2,10m für das Angeln vom Boot, Kajak oder Bellyboot. Vom Ufer her sind es längere Ruten um die 2,70m.
3. Welche Schnur / Montage?
Beim aktiven Fischen mit Gummiködern oder mit Minnows/Jerkbaits ist ein direkter Kontakt zum Köder bzw. zur Montage nötig. Diese erzielen wir ausschließlich mit einer geflochtenen Schnur. Die Tragkraft der Schnur ist wiederrum abhängig von einigen Faktoren, die wir abwägen müssen.

Beim Angeln mit Spinner-, Chatter- oder Crankbaits empfiehlt es sich, monofile Schnüre bzw. Fluorocarbon als Hauptschnur zu verwenden. Köder die Unterwasser ordentlich Druck machen, sollte man schon einen gewissen Spielraum lassen um nicht den natürlichen Lauf zu stören. Sie neigen sonst häufig zum Verdrehen oder schwimmen oft nur auf der Seite, was Fehlbisse provoziert.

4. Welche Köder?
Barsche beißen auf so eigentlich alles, was ihnen vors Maul schwimmt. Im Sommer hilft es oft die Barsche zu provozieren. Also mit Köder zu fischen, die ordentlich Druckwellen unter Wasser erzeugen (Spinner- & Crankbaits sind meine Favoriten). Stehen Barsche am Grund kommt nur der Gummifisch oder tieflaufende Crankbaits in Frage. So genannte Lipplees Crankbaits (Vibrationsbaits) können oft ein Trumpf sein, wenn die Barsche alles andere verwehren.
5. Welche Ködergrößen /Farben?
Standardmäßig fische ich schlanke Gummifische in 10 und 12cm, Crankbaits um die 5 -7cm und mittlere Spinnbaits. Schaut man in meine Köderbox verhält sich die Farbwahl mittlerweile in 80% natürliche Dekore und 20% auffällige Farben (u.a UV aktiv). Vor einigen Jahren war es noch 50/50, da die Gewässer immer klarer werden, bleiben die auffälligen Farben oft in der Box.
6. Welche Köderführung?
Bei der klassischen Gummifisch/Jigkopf-Montage: Jiggen im Frühjahr/Sommer, Faulzen wenn es kälter wird und eher eine passive Köderführung im Winter. Crank- und Spinnbaits so schnell wie möglich, sprich sie sollten ihren natürlichen Lauf schon beibehalten. Minnows und Jerkbaits fische ich aktiv, also rucken und zucken mit der Rutenspitze (twiching & jerking).

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